99 Tage Selbstliebe

Dem richtigen Zeitpunkt vertrauen ist Selbstliebe

Dem richtigen Zeitpunkt vertrauen ist Selbstliebe

Inzwischen lesen fast 400 Menschen jeden Monat diesen Blog und es werden ständig mehr. Das freut mich sehr. Auf der anderen Seite warten so viele Menschen darauf, dass ich wieder einen Beitrag verfasse. Und dann habe ich keinen Impuls, etwas zu schreiben. Nicht den geringsten. Es scheint nicht der richtige Zeitpunkt zu sein. Soll ich mich nun hinsetzen und mich zwingen?

Genau so will ich diesen Blog nicht haben. Mich zu zwingen und mir Druck zu machen, ist für mich keine Selbstliebe. Während diese Gedanken in mir aufstiegen, habe ich mich selbst beobachtet. Was passiert, wenn ich denke, dass ich etwas tun sollte und es nicht tue? Als erstes stellt sich ein schlechtes Gewissen ein. Gefühle von Schuld und Unzulänglichkeit. Dann kommen Strategien meines Verstandes, mich dazu zu bringen, das zu tun, wofür noch nicht der richtige Zeitpunkt ist.

Tun, was sich gut anfühlt

„Es dauert doch nicht so lang, einen Beitrag zu schreiben. Du tust es doch gerne. Warum schreibst du dann nicht? Die Leser warten bestimmt schon. Was sollen sie denken, wenn du so lange nichts schreibst?“ So oder ähnlich klingen die Ermahnungen in meinem Kopf.

Die Worte zeigen deutlich, worum es geht. Ich denke ich sollte und dann habe ich Gefühle von Schuld oder was auch immer. Mir tut es gut, immer mehr auf das zu achten, was ich fühle, was sich gut anfühlt. Auch wenn das heißt, meinen Verstand hin und wieder zu ignorieren und auf Impulse aus meinem Fühlen zu achten. Oder auch darauf zu warten. Auf den richtigen Zeitpunkt.

Manchen Dingen tut es gut zu reifen. Ich kann nur sehr wenig dazu beitragen, dass eine Blume anfängt zu blühen. Ich kann für gute Bedingungen sorgen, alles andere muss ich überlassen. Der Blume, der Natur, Gott. Ähnlich verhält es sich mit unseren Impulsen. Viele Dinge unseres Lebens tun wir, weil wir es so gelernt oder von anderen übernommen haben. Von Zeit zu Zeit macht es Sinn, diese Angewohnheiten oder Verhaltensweisen zu überdenken.

Den richtigen Zeitpunkt heranreifen lassen

Bin ich in einem Überforderungsmodus aufgewachsen, kann es sein, dass ich immer zu viel zu schnell mache. Dann kann es eine schöne Erfahrung sein, auszuprobieren was passiert, wenn ich mich nicht ständig zu Leistung und am besten zu Höchstleistung antreibe.

Was passiert, wenn ich ein Gefühl entstehen, heranreifen lasse? Wie fühlt es sich an, mal nicht bei den ersten und besten dabei zu sein, sondern auszuruhen und abzuwarten, bis es mich wirklich drängt, etwas zu tun? Ähnlich wie bei einer Geburt. Es nützt recht wenig, wenn eine Schwangere vor Beginn der Geburt versucht, das Ungeborene aus sich heraus zu quetschen. Sie kann wollen, so viel sie will, es ist noch nicht der richtige Zeitpunkt. Selbst wenn die Geburt begonnen hat, muss sie bis zur Austreibungsphase warten, bis es Sinn macht, zu pressen.

Wie wäre es, wenn ich auch in Bereichen meines Lebens jenseits einer Geburt warte, bis der richtige Zeitpunkt gekommen ist? Bis die Frucht reif, das Projekt spruchreif ist? Kann ich es aushalten, mit einer Idee, einem Gedanken schwanger zu gehen, bis er bereit ist, geboren zu werden? Oder kritisiere ich mich während der Reifephase ständig, dass ich zu wenig tue, nicht genug Disziplin aufbringe und schlecht organisiert bin?

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Du interessierst dich dafür, wie du mit Glaubenssätzen umgehen kannst? Dann lies hier: Glaubenssätze hinterfragen

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